Horbs Bürger entscheiden am 30. November über Windräder im Stadtwald
Juan MentzelHorbs Bürger entscheiden am 30. November über Windräder im Stadtwald
Bürger in Horb am Neckar stimmen über Windkraftanlagen in städtischen Wäldern ab
Die Einwohner von Horb am Neckar entscheiden in einer Abstimmung, ob in kommunalen Waldgebieten Windkraftanlagen errichtet werden dürfen. Der Beschluss folgt auf eine erfolgreiche Bürgerinitiative, die genug Unterschriften für ein entsprechendes Referendum sammelte. Die Abstimmung findet am 30. November 2025 statt; die Vorbereitungen laufen bereits.
Den Anstoß gab eine Bürgerinitiative, die 2.433 gültige Unterschriften vorlegte und damit das erforderliche Quorum erreichte. Ein früherer Vorstoß des Stadtrats Hermann Walz war zuvor an mangelnder Unterstützung gescheitert. Diesmal billigte der Gemeinderat den Vorschlag der Verwaltung mit nur einer Enthaltung.
Die zentrale Frage auf dem Stimmzettel lautet: "Sollen städtische Waldflächen für die Errichtung von Windkraftanlagen zur Verfügung gestellt werden?" Um Transparenz zu gewährleisten, übernimmt das Forum Energiedialog Baden-Württemberg die Moderation der Diskussionen und erstellt eine Informationsbroschüre. Christiane Freitag, Vertreterin des Forums, wird die Dialoge leiten und dabei eine neutrale Haltung wahren.
Am 16. Oktober 2025 ist eine Informationsveranstaltung geplant, um die Bürger vor der Abstimmung über die Thematik aufzuklären. Der neu gewählte Bürgermeister Michael Keßler tritt sein Amt am 1. November an und begleitet die letzten Schritte des Verfahrens. Die geschätzten Kosten für die Durchführung der Bürgerbefragung belaufen sich auf 55.000 Euro, die aus Sondermitteln finanziert werden.
In den vergangenen fünf Jahren wurden in der Region keine Windkraftanlagen gebaut. Zwar sehen Planungsunterlagen mögliche Flächen für Solar- und Windenergie vor, konkrete Windprojekte stehen jedoch – abgesehen von einem separaten Bauvorhaben ab April 2026 – noch nicht fest.
Die Abstimmung entscheidet, ob Horbs städtische Wälder für Windenergie genutzt werden dürfen. Das Ergebnis wird die künftige Ausrichtung der Stadt in Sachen erneuerbare Energien prägen. Die letzte Entscheidung liegt am 30. November 2025 bei den Bürgern.






