Hertha BSC siegt dramatisch – 16-Jähriger schreibt Bundesliga-Geschichte
Juan MentzelHertha BSC siegt dramatisch – 16-Jähriger schreibt Bundesliga-Geschichte
Hertha BSC sichert sich dramatischen 2-1-Sieg gegen Greuther Fürth in einem von Roter Karte und historischem Tor geprägten Spiel
Der Erfolg kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verein einen umfassenden Kaderumbruch plant – darunter der Abschied des langjährigen Verteidigers Toni Leistner, dem die Fans in seinem letzten Auftritt eine emotionale Verabschiedung bereiteten.
Das Spiel nahm für Hertha BSC eine schwierige Wende, als Josip Brekalo in der 32. Minute des Feldes verwiesen wurde. Mit nur noch zehn Mann hielt die Mannschaft jedoch stand und ging durch Kennet Eichhorn in Führung. Der 16 Jahre, neun Monate und 13 Tage alte Stürmer schrieb dabei Geschichte: Als jüngster Torschütze der 2. Bundesliga täuschte er mit einer cleveren Körperfinte Verteidiger Reno Münz aus, bevor er den Ball souverän im Tor unterbrachte.
Michael Cuisance erhöhte mit dem 2:0 für Hertha. Greuther Fürth konterte zwar noch durch ein spätes Tor von Noel Futkeu, doch der Anschlusstreffer reichte nicht mehr zum Ausgleich. Die 2:1-Niederlage der Gäste bescherte den Hauptstädtern damit drei wichtige Punkte.
Abseits des Platzes stand das Spiel im Zeichen des Abschieds von Toni Leistner, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Die Anhänger ehrten ihn mit Transparenten und Gesängen während der gesamten Partie. Obwohl der Verteidiger seine aktive Karriere bei Hertha beendet, soll er dem Verein künftig in einer neuen Funktion erhalten bleiben. Unterdessen lobte Mannschaftskollege Fabian Reese Eichhorns Fähigkeiten und nannte ihn scherzhaft den „König der Finten“ – dem jungen Talent sagte er eine glänzende Zukunft voraus.
Der Sieg setzt einen positiven Akzent in einer Phase des Umbruchs für Hertha BSC. Mit einem schlankeeren Kader für die kommende Saison wird der Club auf Nachwuchstalente wie Eichhorn setzen und gleichzeitig die Mannschaft neu formieren. Leistners Abschied markiert das Ende einer Ära, doch seine weitere Einbindung in anderer Rolle könnte die Verbindung zum Verein aufrechterhalten.






