Halles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Kreativschaffende
Franka MeisterHalles Thalia-Theater wird zum lebendigen Kulturzentrum für junge Kreativschaffende
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) hat sich zu einem zentralen kulturellen Ankerpunkt der Stadt entwickelt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Judith Marquardt betonte seine wachsende Bedeutung für die lokale Kunstszene und gemeinnützige Projekte.
Das Haus ist Teil eines eigenständigen Kulturviertels in Halle und bietet ein breites Spektrum an Veranstaltungen – von Theater, Musik und Film über Clubabende bis hin zu Kunstvermittlung und freier künstlerischer Arbeit. Besonders junge Menschen und kommunale Kulturinitiativen finden hier offene Türen.
Die Umgestaltung wird durch das Bundesprogramm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Das Kollektiv TOOH wird die Räumlichkeiten bis 2028 jeweils sechs Monate im Jahr nutzen und interdisziplinär in verschiedenen Kunstsparten arbeiten. Zudem beabsichtigt die Stadt, in der zweiten Phase des Programms Fördergelder von bis zu 600.000 Euro zu beantragen.
Ab September 2026 startet ein Pilotprojekt, das jungen Menschen ermöglicht, das Haus mit eigenen Ideen mitzugestalten. Ein „Young Future Team“ aus jungen Teilnehmenden wird die Vorbereitungen des Standorts begleiten und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung sammeln.
Ziel der Stadt ist es, das Potenzial des Ortes auszubauen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit TOOH, den Freien Spielstätten Halle e.V. und der unabhängigen Kunstszene zu vertiefen. Das ehemalige Thalia-Theater bleibt damit ein zentraler Ort für Kreativität und Austausch in Halle.
