25 June 2026, 20:23

GSM-R-System der Bahn: Bundesregierung räumt Mängel ein, sieht aber keine akute Gefahr

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GSM-R-System der Bahn: Bundesregierung räumt Mängel ein, sieht aber keine akute Gefahr

Die deutsche Bundesregierung hat Probleme mit dem digitalen Zugfunksystem GSM-R anerkannt, das von der Deutschen Bahn genutzt wird. Dennoch betonen Beamte, dass die bestehende Infrastruktur für den Betrieb weiterhin ausreiche.

Störungen durch öffentliche Mobilfunknetze haben Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit auf wichtigen Schienenstrecken aufkommen lassen. Mindestens 250 Eisenbahnstrecken in Deutschland sind von unzuverlässigen Notruf-Funktionen betroffen, da öffentliche Mobilfunknetze das GSM-R-System beeinträchtigen. Interne Unterlagen der Deutschen Bahn verzeichnen über 1.000 Funklöcher, in denen Züge in Notfällen nicht zeitnah erreicht werden können.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erklärte, GSM-R diene lediglich als Backup-System. Die primäre Sicherheitstechnologie im Schienenverkehr bleibe die streckenseitige Signaltechnik. Um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, plant die Regierung eine Überarbeitung der technischen Spezifikationen sowie Aufrüstungen der Ausrüstung, um die Störfestigkeit zu verbessern.

Das Problem beschränkt sich nicht auf Deutschland. Auch in anderen europäischen Ländern wurden Störungen durch Mobilfunkanbieter gemeldet. Sowohl die Europäische Kommission als auch die Agentur der Europäischen Union für Eisenbahnen arbeiten daran, die Störsicherheit von GSM-R-Systemen zu stärken.

Kritik kommt von Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Linken. Sie hat öffentlich die Einschätzung der Bundesregierung zur Zuverlässigkeit von GSM-R infrage gestellt.

Die Bundesregierung beharrt darauf, dass GSM-R zwar ausreichend sei, räumt jedoch Verbesserungsbedarf ein. Durch verschärfte technische Standards und Modernisierungen der Ausrüstung sollen Störungen reduziert und die Notfallkommunikation gestärkt werden. Die Angelegenheit wird im Rahmen der allgemeinen Bemühungen um die Schienensicherheit weiterhin von europäischen Behörden geprüft.

Quelle