Grüne starten Kampagne: "Frauen stärken, statt sie zu belasten" mit radikalen Reformplänen
Marko MargrafGrüne starten Kampagne: "Frauen stärken, statt sie zu belasten" mit radikalen Reformplänen
Die Grünen haben eine mutige Kampagne unter dem Titel „Frauen stärken, statt sie zu belasten“ gestartet und fordern mit weitreichenden Reformen die Bekämpfung struktureller Ungleichheit. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner treibt die Initiative voran und warnt, dass die aktuellen Regierungspläne mehr Frauen in Teilzeitarbeit und Armut drängen könnten.
Im Mittelpunkt der Vorschläge stehen fairere Arbeitsmarktbedingungen. Die Grünen fordern verbindliche Lohntransparenz und schärfere Strafen bei Entgeltdiskriminierung, um die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern zu schließen. Gleichzeitig setzen sie sich für verlässliche Kinderbetreuung, eine Reform des Ehegattensplittings sowie eine beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen ein, um die finanzielle Belastung zu verringern.
Kritik üben die Grünen an den jüngsten Kürzungen der Regierung, insbesondere an der Senkung der Unterhaltsvorschusszahlungen und den Verzögerungen beim Ausbau der Ganztagsschulbetreuung. Diese Maßnahmen träfen Alleinerziehende besonders hart, so die Partei. Als Gegenentwurf schlagen die Grünen ein garantiertes Unterhaltsvorschusssystem, mehr Therapieplätze und ein Ende der Gebührenkürzungen für Psychotherapeut:innen vor.
Im Gesundheitsbereich fordern die Grünen einen solidarisch finanzierten Fonds, der von Beamt:innen, Selbstständigen und Besserverdiener:innen getragen werden soll. Steuermittel sollen Leistungen abdecken, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden, um einkommensschwachen Eltern und unbezahlt Pflegeenden den Zugang zu beitragsfreier Versicherung zu sichern. Zudem setzen sie sich für bundesweit flächendeckende, staatlich finanzierte Ganztagsbetreuung ein, um die Kommunen zu entlasten.
Die Reformpläne der Grünen zielen auf langjährige Hürden für Frauen in Beruf und Sozialsystem ab. Mit strengeren Lohnregelungen, ausgebauter Kinderbetreuung und einem von Spitzenverdiener:innen mitfinanzierten Gesundheitsfonds sollen finanzielle Lasten von benachteiligten Gruppen wegverlagert werden. Würden die Vorschläge umgesetzt, könnte dies die Situation vieler Frauen nachhaltig verbessern.






