29 June 2026, 12:48

Gipsabbau in Würzburg: Regierung sieht Risiken als beherrschbar – doch Kritik bleibt

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Gipsabbau in Würzburg: Regierung sieht Risiken als beherrschbar – doch Kritik bleibt

Die Regierung von Unterfranken ist zu dem Schluss gekommen, dass der Gipsabbau in Würzburg bei Einhaltung strenger Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken berge. Das hinter dem Vorhaben stehende Unternehmen Knauf begrüßte diese Einschätzung als fachliche Bestätigung seiner Pläne. Eine endgültige Entscheidung über die Genehmigung wird noch in diesem Jahr von der Bergbehörde Nordbayern erwartet.

Knauf plant, 50 Jahre lang im Untertagebau jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Das Abbaugebiet ist jedoch von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Trotz dieser Tatsache stuft die Regierung das verbleibende Risiko als „beherrschbar“ ein – mit der Maßgabe, dass der Betrieb bei einem Absinken des Grundwasserspiegels eingestellt werden muss.

Das Projekt stand unter intensiver Prüfung: Im Rahmen der raumordnerischen Untersuchung wurden 79 Behörden angehört und 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Eine Online-Petition gegen den Abbau sammelte zudem über 5.600 Unterschriften. Um fortfahren zu können, muss Knauf nun die von der Regierung festgelegten strengen Auflagen erfüllen.

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Marco Pabstmann, technischer Geschäftsführer von Knauf, betonte, das Unternehmen wolle ein verlässlicher Partner für die Region und ein guter Nachbar in Altertheim sein. Kritik kam hingegen von Patrick Friedl, Mitglied des Landtags und des Würzburger Stadtrats für die Grünen. Er warf der Regierung vor, die Gefährdung der Trinkwasserversorgung falsch bewertet zu haben.

Die Bergbehörde Nordbayern wird bis Jahresende die finale Entscheidung treffen. Bei einer Genehmigung müsste Knauf unter strengen Kontrollen arbeiten, um Schäden am Grundwasser zu verhindern. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob der langfristige Gipsabbau in der Region realisiert werden kann.

Quelle