Gasaustritt in Waghäusel: Kunststofffabrik nach Evakuierung wieder sicher
Marko MargrafGasaustritt in Waghäusel: Kunststofffabrik nach Evakuierung wieder sicher
Gasaustritt in Kunststofffabrik in Waghäusel-Wiesental führt zu Evakuierung
Ein Gasaustritt in einer Kunststofffabrik in Waghäusel-Wiesental zwang am Montagmorgen zur Räumung des Gebäudes. Mitarbeiter verließen das Werk umgehend und alarmierten die Rettungskräfte, nachdem sie das Problem bemerkt hatten. Bei dem Vorfall wurden keine Verletzungen gemeldet.
Der Austritt ereignete sich in der Produktionshalle, in der sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls zwölf Beschäftigte aufhielten. Zwei weitere Angestellte befanden sich im Büro, als der Alarm ausgelöst wurde. Ersten Erkenntnissen zufolge könnte das Gas durch eine chemische Reaktion in vorgefertigten Produktionsmaterialien entwichen sein, möglicherweise ausgelöst durch Feuchtigkeitsschwankungen oder Kontakt mit Wasser.
Als Erste trafen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Waghäusel ein, unterstützt von der Gefahrguteinheit des Karlsruher Feuerwehr, Rettungssanitätern und der Polizei. Einsatzkräfte in Schutzkleidung und mit Atemgeräten betraten die Halle, um nach gefährlichen Dämpfen zu suchen. Mit Industriegebläsen wurde die Luft gereinigt, bevor bestätigt werden konnte, dass keine gefährlichen Stoffe mehr vorhanden waren.
Vorsorglich wurde über die Notfall-App NINA eine Warnung an Anwohner in der Umgebung verschickt, doch die Behörden gaben später Entwarnung – eine konkrete Gefahr habe nicht bestanden. Nach gründlichen Kontrollen wurde das Gelände für sicher erklärt und an das Unternehmen zurückgegeben.
Die Fabrik hat ihren Betrieb nach der Freigabe durch die Einsatzkräfte wieder aufgenommen. Die Behörden haben bisher keine Angaben zu möglichen Änderungen in der Produktion oder den Sicherheitsvorkehrungen gemacht. Die Ursache des Gasaustritts wird weiterhin untersucht.






