Freiburgs neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld",
Franka MeisterFreiburgs neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt: "Nicht deine Schuld",
Die Stadt Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Die Initiative unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ zielt darauf ab, das weitverbreitete Problem anzugehen, von dem Frauen, Kinder sowie queere und trans Personen in der Region betroffen sind.
Gewalt bleibt in Freiburg eine tägliche Realität – von häuslicher Gewalt über sexuelle Belästigung bis hin zu digitalen Angriffen. Die Kampagne soll Betroffene stärken, über bestehende Hilfsangebote informieren und die Öffentlichkeit für das Ausmaß des Problems sensibilisieren.
Mit Plakaten, Social-Media-Inhalten und weiteren öffentlichen Aktionen wird die Botschaft in der gesamten Stadt verbreitet. Die Materialien thematisieren unter anderem Belästigung am Arbeitsplatz, Gewalt in Partnerschaften und digitale Übergriffe. Alle Informationen verweisen Betroffene an Beratungsstellen und Unterstützungsdienste.
Hinter der Initiative steht die Mekriba-Stiftung, eine Organisation, die sich auf Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen spezialisiert hat. Zudem orientiert sich die Kampagne an der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und einen besseren Schutz der Betroffenen vorschreibt.
Bürgermeister Martin Horn betonte, die Kampagne solle Betroffene ermutigen, Hilfe zu suchen. Sie sei Teil einer umfassenderen Strategie, die gemeinsam mit lokalen Gruppen entwickelt wurde. Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, ergänzte, dass Gewalt viele Formen annehme – das Ziel sei es, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und zum Handeln zu bewegen.
In den kommenden Wochen wird die Kampagne in ganz Freiburg präsent sein. Sie bietet Betroffenen klare Wege zur Hilfe und setzt sich gleichzeitig für mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit ein. Stadt und Partner hoffen, damit konkrete Unterstützung für diejenigen zu schaffen, die sie am dringendsten benötigen.
