Festo streicht 1.300 Stellen in Deutschland – radikale Umstrukturierung folgt Umsatzrückgang
Franka MeisterFesto streicht 1.300 Stellen in Deutschland – radikale Umstrukturierung folgt Umsatzrückgang
Festo, der familiengeführte Automatisierungsspezialist mit Sitz in Esslingen, hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Stellen in Deutschland abzubauen. Der Schritt ist Teil einer weltweiten Umstrukturierung, die die Effizienz steigern und das künftige Wachstum des Unternehmens sichern soll. Das Unternehmen, das weltweit etwa 20.600 Mitarbeiter beschäftigt, verzeichnet seit drei Jahren rückläufige Umsätze.
Die Stellenstreichungen folgen auf einen Rückgang der Erlöse um 3,7 % im Jahr 2025, wodurch der Umsatz auf etwa 3,33 Milliarden Euro sank. CEO Thomas Böck betonte die Dringlichkeit von Veränderungen und verwies auf verschobene globale Märkte, den wachsenden Wettbewerb aus Asien sowie die anhaltende geopolitische Instabilität. Um die Transformation zu finanzieren, wird Festo seine deutschen Standorte umstrukturieren, an denen derzeit rund 8.200 Menschen beschäftigt sind.
Das Unternehmen ist spezialisiert auf industrielle Steuerungs- und Automatisierungstechnik und bietet Produkte wie pneumatische Systeme, KI-gestützte Lösungen und Software an. Darüber hinaus engagiert sich Festo in der technischen Ausbildung sowie in der Entwicklung nachhaltiger Bioreaktoren. Die neue Strategie zielt darauf ab, die Position des Unternehmens als führender Anbieter in den Bereichen Automatisierungstechnologie und industrielle Weiterbildung zu stärken.
Die globale Neuausrichtung soll die Effizienz erhöhen, ohne die Kernkompetenzen des Unternehmens zu gefährden. Trotz der Einschnitte bleibt Festo seiner Innovationskraft in den Bereichen Automatisierung und nachhaltige Industrietechnik verpflichtet. Durch die Umstrukturierung wird die Belegschaft in Deutschland um etwa 16 % reduziert. Das Unternehmen erwartet, dass die Maßnahmen seine Marktposition festigen und das langfristige Wachstum fördern werden. Das Transformationsprogramm wird in den kommenden Monaten schrittweise umgesetzt.






