Fehlalarm im EC 9: Raucher lösen Notbremsung auf der Strecke Mannheim–Karlsruhe aus
Juan MentzelFehlalarm im EC 9: Raucher lösen Notbremsung auf der Strecke Mannheim–Karlsruhe aus
Zugfahrt von Mannheim nach Karlsruhe nach Fehlalarm gestoppt
Am Samstagnachmittag musste eine Zugfahrt von Mannheim nach Karlsruhe unerwartet unterbrochen werden, nachdem zwei Fahrgäste einen Feueralarm ausgelöst hatten. Der Vorfall zwang den Zug zu einer Notbremsung kurz vor der Einfahrt in den Karlsruher Hauptbahnhof. Wie die Behörden später bestätigten, hatten die Männer in der Bordtoilette geraucht.
Der Zwischenfall ereignete sich gegen Mittag des 13. September im EuroCity 9 (EC 9). Zwei algerische Staatsbürger im Alter von 22 und 27 Jahren hatten den Alarm durch das Rauchen in der Toilettenkabine ausgelöst. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass keiner der beiden über ein gültiges Ticket für die Fahrt verfügte.
Die Bundespolizei griff ein, nachdem die Notbremse gezogen worden war. Die Beamten erstatteten gegen beide Männer Anzeige wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und Schwarzfahrens. Der Zug konnte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem die Lage geklärt war.
Solche Vorfälle haben in den letzten Jahren zugenommen. Zwischen 2024 und 2026 wurden bundesweit rund 150 ähnliche Fälle registriert, bei denen Notbremsungen durch falsche Feueralarme in Zügen ausgelöst wurden. Sowohl die Deutsche Bahn als auch das Eisenbahnt-Unfalluntersuchungsbundesamt (EUB) verweisen in ihren Berichten auf das anhaltende Problem.
Den beiden Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen für ihr Verhalten. Ihr Fehlverhalten führte nicht nur zu Verspätungen, sondern verschärfte auch die wachsende Zahl vergleichbarer Störungen im deutschen Schienennetz. Die Behörden bleiben wachsam und setzen sich weiterhin für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Pünktlichkeit ein.






