17 March 2026, 14:31

Ex-Bundestagsabgeordneter Mesarosch will SPD in Baden-Württemberg reformieren

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

SPD-Politiker Mesarosch wird nach Eklat Staatschef - Ex-Bundestagsabgeordneter Mesarosch will SPD in Baden-Württemberg reformieren

Robin Mesarosch, ehemaliger Bundestagsabgeordneter, hat sich als erster Bewerber für den Vorsitz der baden-württembergischen SPD aufgestellt. Seine Kandidatur folgt auf das enttäuschende Abschneiden der Partei bei der jüngsten Landtagswahl, bei der sie nur 5,5 Prozent der Stimmen holte. Mesarosch gab seinen Antritt in einem Instagram-Video bekannt und forderte die SPD auf, einen mutigeren Kurs einzuschlagen.

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Mesarosch saß von 2021 bis 2025 im Bundestag und führt derzeit den SPD-Kreisverband Sigmaringen. Überregional bekannt wurde er nach der Wahl durch einen viral gegangenen Instagram-Monolog, in dem er die Wahlkampfführung und die Parteispitze scharf kritisierte. Seine Reichweite in den sozialen Medien übertrifft die der SPD-Co-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas bei Weitem – allein auf Instagram folgt ihm eine Community von 121.000 Nutzern.

In seiner Bewerbungsankündigung forderte Mesarosch drei zentrale Reformen: eine klarere inhaltliche Ausrichtung der Partei, mehr Mitspracherechte für die Basis und eine bessere interne Kommunikation. Die SPD müsse "mutiger auftreten", um wieder Vertrauen und gesellschaftliche Relevanz zu gewinnen, so seine Überzeugung.

Über Mesaroschs frühere Funktionen innerhalb der SPD vor seinem Einstieg in die Bundespolitik ist nur wenig bekannt. Doch sein jüngster Aufstieg deutet auf einen Wandel hin zu einer digitaleren und direkteren Wähleransprache hin.

Der innerparteiliche Führungsstreit kommt für die baden-württembergische SPD zu einer entscheidenden Phase. Mesaroschs Kampagne unterstreicht den Reformdruck in der Partei. Sein sozialmedialer Einfluss und sein Aufruf zum Umdenken könnten künftig prägen, wie die SPD mit ihren Anhängern kommuniziert.

Quelle