27 June 2026, 14:22

Dieter Nuhrs Femizid-Witz löst Empörung und Debatte über Satiregrenzen aus

Dieter Nuhrs Misogynie-Witze

Dieter Nuhrs Femizid-Witz löst Empörung und Debatte über Satiregrenzen aus

Der Komiker Dieter Nuhr steht wegen eines Witzes über Femizide in seinem jüngsten ARD-Programm in der Kritik. Die Äußerung, wonach Parkplätze „strukturell zu klein“ für Frauen seien, lenke die Schuld von den Tätern ab, so die Vorwürfe. Viele Zuschauer empfanden den Witz als geschmacklos und unfassbar unlustig.

In der Sendung behauptete Nuhr zudem, Femizide seien selten und kein systemisches Problem. Frauen riet er, ihre Partner vor dem Sex gründlich zu prüfen, um nicht getötet zu werden. Kritiker werfen ihm vor, damit die Verantwortung bei den Opfern statt bei den Tätern zu suchen.

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Femizide sind jedoch oft das Ergebnis langjähriger Gewalt, Kontrolle und Frauenfeindlichkeit. Nuhrs Comedy setzt Frauen häufig als Pointe ein, was bereits mehrfach auf Ablehnung stieß. Öffentlich-rechtliche Sender wie der rbb verteidigen seine Auftritte als von der Kunstfreiheit gedeckte Satire.

Trotz dieser Rechtfertigung sehen sich die Sender für die Verbreitung solcher „Humor“-Formate in der Kritik. Beobachter monieren, der Witz habe es an Esprit, Feingefühl oder tieferer Aussagekraft gemangelt und klischeehafte Vorurteile verstärkt. Die Debatte zeigt das Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und Verantwortung in der Comedy. Die Sender bleiben unter Druck, ihre Rolle bei der Verbreitung solcher Inhalte zu hinterfragen. Nuhrs Aussagen bleiben ein Zündstoff in der Diskussion über Geschlechterrollen, Gewalt und die Grenzen der Satire.

Quelle