11 May 2026, 00:35

Deutschland will US-Tomahawk-Raketen kaufen – um Europa gegen Russland zu stärken

Plakat mit einem Soldaten in Helm und militärischer Uniform, der eine Waffe hält, und dem Text "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber, der eine entschlossene Miene zeigt.

Deutschland will US-Tomahawk-Raketen kaufen – um Europa gegen Russland zu stärken

Deutschland drängt auf den Kauf von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk sowie Typhon-Startsystemen aus den USA. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die mangelnden langstreckigen, bodengestützten Raketenabwehrfähigkeiten Europas. In Berlin befürchtet man eine Schwächung der Abschreckung gegenüber Russland, insbesondere da die USA ihre Truppenpräsenz auf dem Kontinent weiter reduzieren.

Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass Deutschland den Erwerb von drei Typhon-Startsystemen sowie 400 Tomahawk-Raketen der Version Block VB anstrebt. Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums bestätigte, dass die Prüfung verfügbarer Raketensysteme für einen möglichen Kauf noch läuft. Verteidigungsminister Boris Pistorius soll in Kürze nach Washington reisen, um über das geplante Geschäft zu verhandeln.

Berlin ist bereit, zusätzliche Kosten zu tragen, um eine schnellere Lieferung zu ermöglichen. Die Eile spiegelt die Besorgnis über die Lücken in der europäischen Verteidigung wider, während die USA ihre militärische Präsenz in der Region verringern. Aktuell verfügt Europa über keine bodengestützten Langstreckenraketen, was eine strategische Lücke hinterlässt.

Großbritannien setzt bereits u-bootgestützte Tomahawks mit einer Reichweite von 1.600 Kilometern ein, während Frankreich über eigene Marschflugkörper mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern verfügt. Carlo Masala, Professor für internationale Politik, zweifelt jedoch daran, dass Deutschlands Bemühungen um die Tomahawks von Erfolg gekrönt sein werden.

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Sollte der Deal genehmigt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt in der deutschen Verteidigungspolitik. Das Land strebt an, eine kritische Lücke in Europas Fähigkeiten zu langstreckigen Präzisionsschlägen zu schließen. Das Ergebnis der Gespräche Pistorius’ in Washington wird entscheiden, ob der Plan vorankommt.

Quelle