Deutsche Unis öffnen Türen: Immer weniger Bachelorstudiengänge mit NC
Marko MargrafDeutsche Unis öffnen Türen: Immer weniger Bachelorstudiengänge mit NC
Deutsche Hochschulen lockern Zulassungsbeschränkungen für Bachelorstudiengänge zunehmend
In den vergangenen Jahren haben deutsche Universitäten die Zugangshürden für grundständige Studiengänge kontinuierlich abgebaut. Innerhalb des letzten Jahrzehnts ist der Anteil der Bachelorprogramme mit Zulassungsbeschränkungen deutlich gesunken – ein Trend, der sich fortsetzen wird. Bis zum Wintersemester 2026/27 sollen die meisten Studiengänge ohne Zugangsvoraussetzungen angeboten werden.
Noch vor zehn Jahren unterlagen fast die Hälfte aller Bachelorstudiengänge in Deutschland Beschränkungen: Damals galten für 47,6 Prozent der Programme Zulassungsgrenzen. Besonders markant war der Rückgang in Hamburg, wo der Anteil der beschränkten Studiengänge innerhalb von nur zwei Jahren von 62,4 auf 37,6 Prozent sank. Aktuell haben bundesweit nur noch 31,6 Prozent der Studienangebote Zulassungsbeschränkungen – ein leichter Rückgang um 0,9 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Regional zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede. Berlin und Baden-Württemberg verzeichnen nach wie vor die höchsten Anteile an Studiengängen mit Zugangshürden. Demgegenüber bieten Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz die besten Chancen für Studienbewerber: Hier ist weniger als jedes fünfte Studienangebot mit Zulassungsbeschränkungen belegt.
Die Entwicklung bedeutet, dass Studierende im kommenden Semester sieben von zehn Bachelorprogrammen unabhängig von ihrer Hochschulzugangsberechtigung belegen können. Bis zum Wintersemester 2026/27 werden voraussichtlich mehr als zwei Drittel aller Studiengänge in Deutschland ohne Auswahlverfahren zugänglich sein. Der anhaltende Rückgang der Zulassungsbeschränkungen spiegelt einen grundlegenden Wandel im Hochschulzugang wider – und eröffnet damit bundesweit mehr Bildungschancen für angehende Studierende.






