27 April 2026, 14:36

Deutsche fordern radikale Steuerreform bei Erbschaften und Vermögen

Plakat mit dem Text "Die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen" vor einem Hintergrund aus Gebäuden und Wolken.

Deutsche fordern radikale Steuerreform bei Erbschaften und Vermögen

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit unter den Deutschen mit der Vermögensverteilung im Land. Nur ein kleiner Teil hält das aktuelle System für gerecht, während eine deutliche Mehrheit Reformen bei der Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften fordert.

Laut der Erhebung sind 81 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass der Reichtum ungleich verteilt ist. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in den östlichen Bundesländern: In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Raum Berlin-Brandenburg bezeichnen 90 Prozent der Befragten die Situation als ungerecht. Nur 15 Prozent bundesweit empfinden die Verteilung als fair.

Die Unterstützung für Steuerreformen ist groß. Insgesamt befürworten 61 Prozent höhere Steuern auf große Erbschaften, während nur 32 Prozent dagegen sind. Auch die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer findet Zuspruch: 64 Prozent sind dafür, 29 Prozent lehnen sie ab.

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In den Antworten zeigen sich politische Gräben. Unter AfD-Anhängern lehnen 62 Prozent höhere Erbschaftssteuern ab, allerdings unterstützen 33 Prozent diese. Bei der Vermögenssteuer sind 52 Prozent der AfD-Sympathisanten dagegen, 42 Prozent dafür. Dagegen befürworten Mehrheiten bei den Grünen, der Linken, der SPD und den unionsgeführten Parteien sowohl höhere Erbschafts- als auch Vermögenssteuern. Bemerkenswert ist, dass auch 62 Prozent der Union-Anhänger die Wiedereinführung der Vermögenssteuer unterstützen.

Die Kritik an der Vermögensungleichheit überwindet Parteigrenzen. Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien sind sich weitgehend einig, dass die aktuelle Verteilung ungerecht ist.

Die Ergebnisse unterstreichen den breiten öffentlichen Wunsch nach Steuerreformen, die sich auf Vermögen und Erbschaften konzentrieren. Da die meisten Deutschen das aktuelle System als ungerecht empfinden, könnte der Druck auf politische Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Ungleichheit wachsen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage deutliche Meinungsunterschiede zwischen den Anhängern der verschiedenen Parteien darüber, wie das Problem angegangen werden soll.

Quelle