"Critical Mass" in Mössingen gibt nach vier Jahren Kampf für Radwege auf
Marko Margraf"Critical Mass" in Mössingen gibt nach vier Jahren Kampf für Radwege auf
Radinitiative "Critical Mass" in Mössingen stellt nach vier Jahren Kampagnenarbeit ihre regelmäßigen Fahrten ein
Die Bürgerinitiative Critical Mass in Mössingen hat nach vier Jahren Einsatz für sichere Radwege und eine bessere Infrastruktur ihre monatlichen Fahrten eingestellt. Die Gruppe setzte sich dafür ein, das Fahrrad als zentrales Verkehrsmittel im Alltag zu verankern – ob für den Arbeitsweg, Schulfahrten oder Einkäufe. Bei ihrer letzten Tour waren noch rund 50 Radlerinnen und Radler mit dabei.
Mit klarem Ziel war Critical Mass in Mössingen gestartet: Das Fahrrad sollte zur selbstverständlichen Alternative für Pendler, Eltern und Einkaufende werden. Über die Jahre forderte die Initiative mehr Investitionen in Radwege und sichere Straßen. Sie warb für das Rad als klimafreundliche Lösung und drängte die Stadt zum Handeln.
In einem offenen Brief an Bürgermeister Michael Bulander und den Stadtrat verlangte die Gruppe ein eigenes Budget für den Ausbau des Radwegenetzes. Zudem betonte sie die Notwendigkeit öffentlicher Beteiligungsformate, um die Pläne mitzugestalten.
Trotz aller Bemühungen blieb eine offizielle Reaktion oder konkrete Maßnahmen der Stadt aus. Während ähnliche Initiativen in Städten wie Nürnberg oder Mannheim bereits Wirkung zeigen, hat sich in Mössingen bisher nichts verändert.
Mit dem Ende der Critical Mass-Fahrten fehlt der Stadt nun eine organisierte Stimme für die Radverkehrswende. Die Forderungen nach besserer Infrastruktur und Bürgerbeteiligung verhallten bisher ungehört. Die Zukunft des Radwegeausbaus in Mössingen bleibt vorerst ungewiss.