15 May 2026, 16:37

Braunschweig scheitert beim Winterdienst – wer trägt die Schuld am Schnee-Chaos?

Eine Reihe von Fahrrädern, teilweise mit Schnee bedeckt, neben einem Baumstamm und einer Straße geparkt.

Braunschweig scheitert beim Winterdienst – wer trägt die Schuld am Schnee-Chaos?

Braunschweig gerät wegen chaotischer Winterdienste in die Kritik

Nach heftigen Schneefällen, die wichtige Verkehrswege tagelang ungeräumt ließen, sieht sich Braunschweig massiver Kritik an seiner Winterdienst-Strategie ausgesetzt. Der Stadtrat hat nun – auf Antrag der Fraktion DIE FRAKTION. BS – eine Untersuchung der Pannen beschlossen. Sowohl Anwohner als auch Radfahrer berichteten von großer Verärgerung, da Schneemassen Straßen und Fahrradwege über längere Zeit blockierten.

Der Wintersturm „Elli“ fegte im Februar über die Region hinweg und sorgte für Chaos: Zugverspätungen, Schulausfälle und unpassierbare Straßen prägten das Bild. Obwohl Räumtrupps im Dauerbetrieb arbeiteten, blieben zahlreiche Straßen – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Helmstedter Straße – tagelang nur teilweise oder gar nicht befahrbar. In einigen Gebieten wurde nur sporadisch geräumt, was Autofahrer und Fußgänger vor große Herausforderungen stellte.

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Die DIE FRAKTION. BS-Stadtratsfraktion reagierte am 18. Februar mit einem Antrag, in dem sie Aufklärung forderte. Die Kritik richtete sich vor allem gegen ALBA, den mit den Winterdiensten beauftragten Dienstleister der Stadt. Dieser verfüge weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung, um anhaltende Schneefälle zu bewältigen, hieß es. Besonders vernachlässigt wurden demnach die Radwege – ein Problem, das bereits in früheren Wintern für Diskussionen gesorgt hatte. Teilweise seien sie nur alle 19 Stunden geräumt worden, was deutlich unter den erwarteten Standards liege.

Der Antrag forderte eine umfassende Überprüfung der Kapazitäten bei ALBA, insbesondere in Bezug auf Personal und technische Ausstattung. Am 12. März stimmte der Stadtrat dem Vorhaben zu und ebnete damit den Weg für eine offizielle Untersuchung. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Braunschweig im Rahmen seines Mobilitätsentwicklungsplans 2035 nachhaltige Verkehrsformen fördert – darunter sichere Fuß- und Radverkehrswege.

Die Untersuchung soll klären, warum während des Sturms so viele Straßen und Radwege ungeräumt blieben. Sollten Mängel bestätigt werden, könnten Anpassungen bei den Winterdienst-Verträgen oder der Personaldecke folgen. Die Ergebnisse könnten auch Einfluss darauf haben, wie die Stadt künftig die Notfall-Räumung mit ihren langfristigen Verkehrsziele in Einklang bringt.

Quelle