15 April 2026, 00:41

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Gruppe von Kindern auf einem Basketballplatz mit Papiertüten in den Händen, mit Gegenständen auf der rechten Seite und einer Tafel mit Text auf der linken Seite, vor einem Hintergrund aus Zaun, Pfosten, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden, Hügeln und Himmel.

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum setzt auf Prävention statt Strafe

Bielefeld eröffnet erstes Jugendgerichtszentrum und wird damit achter Standort in Nordrhein-Westfalen

In Bielefeld hat das erste Jugendgerichtszentrum seine Türen geöffnet – als achter Standort in Nordrhein-Westfalen, der dieses Modell einführe. Die Einrichtung, die in der Nähe des Hauptbahnhofs liegt, setzt auf eine Kombination aus Konsequenz und Unterstützung, um Jugendkriminalität entgegenzuwirken. Behörden arbeiten hier eng zusammen, um junge Straftäterinnen und Straftäter vor weiteren Verstößen zu bewahren.

Das Konzept der Jugendgerichtszentren entstand 2009 in Köln, Paderborn folgte 2012. Jährlich erhalten dort etwa 50 Jugendliche Hilfe. Das neue Zentrum in Bielefeld wird ähnlich funktionieren: mit maßgeschneiderten Programmen und individueller Betreuung durch Fallmanager für ausgewählte junge Täter.

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Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendamt arbeiten unter einem Dach zusammen. Ihr Ziel ist es, jungen Straftätern rechtliche Grenzen und die Folgen ihres Handelns bewusst zu machen. Der Ansatz hat sich in der Region als bewährte Methode zur Reduzierung von Jugendkriminalität etabliert.

Ein neuntes Jugendgerichtszentrum ist bereits in Duisburg geplant. Obwohl das Modell weit verbreitet ist, gibt es keine genauen Zahlen dazu, wie effektiv es Kriminalität verhindert oder wie erfolgreich die Interventionen sind.

Das Bielefelder Zentrum wird jeden jungen Täter einzeln bewerten, bevor er in das Programm aufgenommen wird. Durch die Verbindung von rechtlichen Konsequenzen mit intensiver Betreuung soll der Kreislauf von Rückfälligkeit durchbrochen werden. Langfristig wird der Erfolg davon abhängen, wie gut es Behörden und Betreuern gelingt, die Jugendlichen zu erreichen.

Quelle