Berlin, München und Ruhrgebiet träumen erneut von Olympischen Spielen – doch Widerstand wächst
Marko MargrafBerlin, München und Ruhrgebiet träumen erneut von Olympischen Spielen – doch Widerstand wächst
Berlin, München und das Rhein-Ruhr-Gebiet zeigen Interesse an der Austragung künftiger Olympische Spiele. Die Idee stößt auf wachsende Unterstützung – in Berlin befürworten zwei Drittel der Bevölkerung den Vorstoß. Doch auch Widerstand formiert sich, etwa durch die Initiative NOlympia.
Berlin blickt auf eine lange Geschichte mit den Olympischen Spielen zurück. Die Stadt sollte eigentlich die Spiele 1916 ausrichten, doch der Erste Weltkrieg machte die Pläne zunichte. Ein Stadion – das Deutsche Stadion – war bereits im Grunewald für das Event errichtet worden.
1936 fanden die Spiele dann doch in Berlin statt, wurden jedoch massiv für nationalsozialistische Propaganda instrumentalisiert. Dennoch solidarisierten sich viele Berliner öffentlich mit Athleten, die vom Regime benachteiligt wurden.
Jüngere Bewerbungen Berlins für die Spiele 2000 und 2004 scheiterten. Organisatorische Mängel und öffentliche Proteste vereitelten die Vorhaben. Die NOlympia-Bewegung lehnt nun erneute Bewerbungsversuche ab und verweist auf ungelöste Probleme bei der Verkehrsinfrastruktur sowie die finanzielle Belastung durch eine Austragung.
Die Debatte um eine mögliche Berliner Bewerbung dauert an. Zwar bleibt die öffentliche Unterstützung hoch, doch die NOlympia-Gruppe droht mit einem Bürgerentscheid, um die Pläne zu stoppen. Die Stadt muss ihre olympischen Ambitionen gegen praktische und finanzielle Herausforderungen abwägen.






