Bahn-Chaos lähmt Stahl-, Auto- und Chemieindustrie mit Milliardenverlusten
Marko MargrafBahn-Chaos lähmt Stahl-, Auto- und Chemieindustrie mit Milliardenverlusten
Lieferverzögerungen im Netz der Deutschen Bahn sorgen für massive Störungen in Schlüsselsektoren der deutschen Wirtschaft. Milliardenverluste häufen sich, da Unternehmen mit unzuverlässigen Bahntransporten kämpfen.
Besonders hart trifft es die Stahlindustrie: Fast die Hälfte ihrer Lieferungen ist auf die Schiene angewiesen. Im Werk Eisenhüttenstadt von ArcelorMittal schrumpfen die Erzreserven aufgrund der Verspätungen bedrohlich – die Stahlproduktion musste bereits gedrosselt werden.
Auch die Automobilbranche leidet unter den Engpässen. Die verfügbare Transportkapazität auf der Schiene ist gesunken, sodass Hersteller gezwungen sind, Güterverkehre wieder auf die Straße zu verlagern. Das treibt die Kosten in die Höhe und erschwert die Lieferketten zusätzlich.
Die Chemieindustrie steht ebenfalls unter Druck: Rund 25 Millionen Tonnen Produkte werden jährlich per Bahn transportiert. Verspätete Rohstofflieferungen und begrenzte Lagerkapazitäten bringen die Produktion durcheinander – die Branche muss mit steigenden Ausgaben rechnen.
VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup fordert nun sofortiges Handeln. Die Deutsche Bahn müsse die Probleme im Güterverkehr unverzüglich beheben, so seine klare Ansage.
Die anhaltenden Bahnverzögerungen belasten Stahl-, Auto- und Chemieindustrie gleichermaßen. Produktionskürzungen, höhere Kosten und Umstellungen in den Lieferketten sind bereits Realität. Die Wirtschaft wartet auf Lösungen, um die Zuverlässigkeit des Schienengüterverkehrs wiederherzustellen.
