07 April 2026, 15:10

Baden-Württemberg setzt auf Wasserstoffimporte für die Energiezukunft

Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Baden-Württemberg setzt auf Wasserstoffimporte für die Energiezukunft

Baden-Württemberg wird Wasserstoff importieren müssen, um seinen künftigen Energiebedarf zu decken, so eine neue Studie. Die begrenzte Verfügbarkeit von Flächen in der Region schränkt die lokale Produktion ein, weshalb Übersee- und grenzüberschreitende Lieferungen unverzichtbar werden. Die Landesregierung hat bereits 100 Millionen Euro bereitgestellt, um die heimische Produktion von grünem Wasserstoff zu fördern, räumt aber ein, dass Importe weiterhin eine zentrale Rolle spielen werden.

Die unter dem Titel "Bewertung der Versorgungsoptionen für Wasserstoff und Wasserstoffderivate in Baden-Württemberg" veröffentlichte Untersuchung wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) durchgeführt – im Auftrag des Energieministeriums des Landes. Darin werden acht potenzielle Importquellen genannt: Ostkanada, Algerien, Marokko, die Vereinigten Arabischen Emirate, Norwegen, Finnland, Schottland und Spanien.

Energieministerin Thekla Walker bestätigte, dass Baden-Württemberg allein auf die heimische Produktion nicht setzen könne. Der lokal erzeugte grüne Wasserstoff kostet derzeit zwischen 3,40 und 3,80 Euro pro Kilogramm, doch für eine Ausweitung der Kapazitäten seien zusätzliche Bezugsquellen nötig. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Importe entscheidend sein werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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Untersucht wurden zwei Haupttransportwege: Pipelines gelten langfristig als die kostengünstigste Option, mit prognostizierten Kosten von 2,40 bis 4,30 Euro pro Kilogramm bis 2040. Der Schiffstransport ist zwar flexibler, ermöglicht aber eine größere Auswahl an Energieträgern und diversifizierte Importrouten.

Die Ergebnisse unterstreichen die Strategie Baden-Württembergs: eine Kombination aus regionaler Produktion und Importen, um die Wasserstoffversorgung zu sichern. Mit den bereits veranschlagten 100 Millionen Euro für lokale Projekte bereitet sich das Land zugleich auf großangelegte Importe vor. Sowohl Pipelines als auch der Schiffsverkehr werden in den kommenden zwei Jahrzehnten eine wichtige Rolle spielen, um die Nachfrage zu decken.

Quelle