Baden-Württemberg rutscht in die Rezession – dritter Rückgang in Folge
Franka MeisterBaden-Württemberg rutscht in die Rezession – dritter Rückgang in Folge
Südwestdeutschland verzeichnet dritten Rückgang in Folge – Baden-Württemberg am unteren Ende der Bundesländer-Rangliste
Die Wirtschaft in Südwestdeutschland steckt seit drei Jahren in der Rezession. Neue Zahlen zeigen, dass die Wirtschaftsleistung Baden-Württembergs im jüngsten Berichtszeitraum um 0,2 Prozent gesunken ist – damit liegt das Land fast am Ende der Bundesländer-Rangliste. Die Entwicklung blieb hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück, der ein Wachstum von 0,2 Prozent verzeichnete.
Die Wirtschaft Baden-Württembergs schrumpfte im letzten Erhebungszeitraum um 0,2 Prozent. Damit setzt sich ein dreijähriger Abwärtstrend fort, der 2021 begann. Trotz seiner Größe – mit einer Wirtschaftsleistung von 667,1 Milliarden Euro im Jahr 2022, was fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wertschöpfung entspricht – landet das Land auf dem vorletzten Platz im Vergleich der Bundesländer.
Besonders hart traf es den Industriesektor: Hier brach die reale Bruttowertschöpfung um 2,6 Prozent ein. Auch die Bauwirtschaft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang. Lediglich der Dienstleistungssektor zeigte eine leichte Erholung mit einem Plus von 0,4 Prozent.
In anderen Bundesländern entwickelte sich die Wirtschaft unterschiedlich: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete mit 1,4 Prozent das stärkste Wachstum, während das Saarland mit einem Minus von 0,9 Prozent am schlechtesten abschnitt. Aktuelle Daten zur Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg liegen seit 2021 nicht vor.
Ein wirtschaftlicher Abschwung geht in der Regel mit steigender Arbeitslosigkeit, Unternehmenspleiten und sinkenden Steuereinnahmen einher. Wachstum hingegen fördert meist die Nachfrage nach Arbeitskräften, erhöht die Haushaltseinkommen und stärkt die öffentlichen Finanzen.
Baden-Württembergs Wirtschaft bleibt nach drei Jahren des Rückgangs unter Druck. Zwar verzeichnete der Dienstleistungssektor moderate Zuwächse, doch Industrie und Baugewerbe schrumpften weiter. Die Performance des Landes liegt damit deutlich unter der bundesweiten Wachstumsrate von 0,2 Prozent.






