Apotheken in der Krise: Wie sie sich selbst aus der Kostenfalle befreien können
Juan MentzelApotheken in der Krise: Wie sie sich selbst aus der Kostenfalle befreien können
Apotheken in ganz Deutschland stehen unter zunehmendem finanziellen Druck. Der Branchenberater Robert Fries hat nun Strategien vorgestellt, mit denen sie sich anpassen können – ohne auf gesetzliche Änderungen zu warten. Seine Empfehlungen zielen auf interne Optimierungen und klügere Preispolitik ab.
Fries betont, dass viele Apotheken die Preise für rezeptfreie Produkte oft ohne regelmäßige Überprüfung festsetzen. Er rät zu einem strukturierten digitalen Preismanagement, das mehr Transparenz schaffen und finanzielle Spielräume eröffnen könnte. Klare Prozesse würden zudem Preisanpassungen erleichtern.
Um die Betriebsabläufe zu stärken, empfiehlt er, Arbeitsprozesse zu straffen, die Organisation zu verbessern und das Marketing sichtbarer zu gestalten. Eine gezielte Preispolitik bei frei verkäuflichen Artikeln könnte den Druck zusätzlich mindern. Seine Beratungsfirma Baufeld & Partner wurde kürzlich übernommen, um datengestützte Analysen, Beratung und praktische Unterstützung bei diesen Veränderungen anzubieten.
Die Branche wartet weiterhin auf eine Erhöhung der Abgabegebühren für verschreibungspflichtige Medikamente. Doch Fries besteht darauf, dass Apotheken sich nicht allein auf politische Weichenstellungen verlassen sollten. Stattdessen müssten sie selbst die Initiative ergreifen – durch die Optimierung interner Systeme und Preistaktiken.
Fries’ Vorschläge sollen den Apotheken mehr finanziellen Handlungsspielraum verschaffen. Durch eine Überprüfung der Preise für rezeptfreie Produkte und effizientere Abläufe könnten sie ihre Abhängigkeit von externen Veränderungen verringern. Im Mittelpunkt stehen praktische Schritte, um die Kosten in einem schwierigen Marktumfeld zu steuern.






