Agrarminister fordern weniger Bürokratie und klares Wolfsmanagement auf Herbst-Konferenz
Franka MeisterAgrarminister fordern weniger Bürokratie und klares Wolfsmanagement auf Herbst-Konferenz
Bundes- und Landesagrarminister trafen sich zur Herbst-Agrarministerkonferenz in Heidelberg
Diese Woche kamen die Agrarminister von Bund und Ländern in Heidelberg zur Herbst-Agrarministerkonferenz (AMK) zusammen. Unter dem Vorsitz von Baden-Württembergs Minister Peter Hauk stand die Veranstaltung im Zeichen zentraler Herausforderungen für die Landwirtschaft – darunter die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), der Umgang mit Wölfen sowie die Regeln zum Pflanzenschutz. Zudem ging es um Bürokratieabbau und die langfristige Stabilisierung der landwirtschaftlichen Betriebe.
Ein Schwerpunkt der Beratungen war die Ausrichtung der GAP nach 2027. Mecklenburg-Vorpommern lehnte die Pläne der EU-Kommission ab, die GAP in einen gemischten Fonds zu überführen und die Direktzahlungen zu kürzen. Der Bundesland widersprach zudem Vorschlägen zur Degression und Deckelung von Subventionen, ohne dass jedoch nähere Details zur Haltung der EU oder einer offiziellen deutschen Position bekannt wurden.
Die Minister betonten die Notwendigkeit schnellerer Zulassungsverfahren und einheitlicher Regeln für Pflanzenschutzmittel in Europa. Hauk kritisierte Verzögerungen bei der Genehmigung als großes Hindernis für die Landwirte.
Ein weiteres drängendes Thema war das Wolfsmanagement. Die Konferenz unterstützte Forderungen nach klareren rechtlichen Verfahren, um in Gebieten mit hohem Wolfsbestand gezielt Tiere entnehmen zu können – sowohl zum Schutz der Nutztiere als auch der Art selbst. Mecklenburg-Vorpommern ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, Wölfe dem Jagdrecht zu unterstellen und das Bundesnaturschutzgesetz entsprechend anzupassen. Die AMK forderte die Bundesregierung auf, die notwendigen gesetzlichen Grundlagen zügig zu schaffen.
Kritik übten die Minister auch an der aktuellen Wiederherstellungsverordnung, die sie als zu bürokratisch und wenig praxistauglich bezeichneten. Stattdessen sollte ein schlankeres System her, das die Rechte der Landwirte wahrt. Die Verringerung des Verwaltungsaufwands in Landwirtschaft und Forstwirtschaft blieb ein gemeinsames Kernanliegen.
Zum Abschluss der Konferenz stand die Zukunftssicherung der Landwirtschaft durch weniger Bürokratie und bessere Planungsunterstützung im Mittelpunkt. Einig waren sich die Minister in der Forderung nach beschleunigten Genehmigungsverfahren, klareren Regeln beim Wolfsmanagement und einer praxisnäheren GAP. Nun liegt es an der Bundesregierung, diese Vorschläge in den kommenden Monaten umzusetzen.






