15 May 2026, 12:59

AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber oft bei Kommunalwahlen

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und detaillierter Wahltermine.

AfD gewinnt in Umfragen, scheitert aber oft bei Kommunalwahlen

Deutschlands politische Landschaft verschiebt sich, während die rechtspopulistische AfD in bundesweiten Umfragen an Boden gewinnt. Die Partei hat die Union aus CDU und CSU mittlerweile um zwei bis drei Prozentpunkte überholt – ein deutlicher Wandel in der Stimmungslage der Wähler:innen. Doch aktuelle Kommunalwahlen zeigen, dass die AfD in Schlüsseregionen weiterhin auf Widerstand stößt.

In Ostdeutschland gelingt es der AfD trotz wachsender Beliebtheit kaum, diese in lokale Erfolge umzumünzen. Obwohl die Partei in diesem Jahr in 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen antrat, errang sie nur zwei Siege. Eine Niederlage musste sie etwa in der Uckermark einstecken, wo die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner mit klarem Abstand besiegte.

Dörk setzte im Wahlkampf auf Sachthemen und wies Debatten über eine politische „Brandmauer“ gegen die AfD als „Scheinprobleme“ zurück. Ihr Kontrahent Teichner gab sich dagegen betont moderat, inszenierte sich als bürgerlich und spielte bei Veranstaltungen sogar Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader auf dem Klavier.

Zwar ist der bundesweite Aufstieg der AfD unübersehbar, doch Daten zeigen, dass nur ein kleiner Teil ehemaliger CDU/CSU-Wähler:innen zur Partei gewechselt ist. Eine größere Gruppe scheint stattdessen zu linken Alternativen abzuwandern oder der Wahl ganz fernzubleiben. Regionale Umfragen unterstreichen die Stärke der AfD weiter: In Sachsen-Anhalt liegt sie bei 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent.

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Die jüngste Folge des Politik-Podcasts „Bundestalk“ analysiert, wie sich die etablierten Parteien auf den Aufstieg der AfD einstellen könnten – und was das für die politische Zukunft Deutschlands bedeutet.

Der bundesweite Umfrageboom der AfD steht damit im Kontrast zu ihren durchwachsenen Ergebnissen auf kommunaler Ebene. Während die Partei in den ostdeutschen Bundesländern weiterhin dominiert, müssen die traditionellen Parteien um Wähler:innen ringen, die entweder nach links rücken oder der Wahlurne den Rücken kehren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich dieser Trend verfestigt – oder erneut verschiebt.

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